1.Herren erkämpfen sich Tabellenführung - 7:2 gegen ESV Dresden II
geschrieben von Robert Prescher

Am Samstag führte uns unser zweiter Punktspieleinsatz zur berüchtigten Anlage vom ESV Dresden. Neben den zu erwartenden Herausforderungen der Platzbeschaffenheit, mussten wir auch der Hitze und dem Fehlen unserer drei Spitzenspieler trotzen. Gegen die 2.Mannschaft vom ESV gelang uns am Ende aber ein wichtiger 7:2-Erfolg, obwohl es lange Zeit nicht nach diesem klaren Ergebnis aussah.

Im Vorfeld konnten wir uns unkompliziert mit unseren Gegnern auf einen etwas früheren Beginn um 11:30 einigen, da viele sich im Anschluss das deutsche EM-Spiel nicht entgehen lassen wollten. Am Ende gelang uns hier auch tatsächlich ein optimales Zeitmanagement. Stefan, Peter, Martinek und Christoph mussten für das Spiel leider aus verschiedenen Gründen absagen, so dass der Rest der Truppe gefordert war und sich die Saisonplanung mit 11 Leuten jetzt schon auszahlte.

Das Punktspiel begann aus unserer Sicht nicht wirklich gut. Bis zum Stand von 2:3 konnte Robert im Spitzeneinzel gegen den favorisierten Frank Pinter noch einigermaßen mithalten, von da an ging es dann aber sehr einseitig in die erwartete Richtung. Frank spielte seine spielerischen Vorteile auf der Heimanlage geschickt aus, Robert haderte mehr und mehr mit den versprungenen Bällen und seinen eigenen Fehlern. Die Hitze spielte da eigentlich gar keine Rolle mehr, am Ende stand ein klares 2:6, 1:6.

Noch war aber nichts Gravierendes passiert, da dieser Punkt auch eine ziemliche Überraschung gewesen wäre. Rö kämpfte auf dem Nebenplatz an Position 2 ebenfalls mit den Umständen und hatte mit Ralf Reinhart auch einen spielerisch guten Gegner, der von den 40ern etwas überraschend aushalf. Im ersten Satz behielt Steffen die Nerven und holte diesen mit 7:5. Das gab Selbstvertrauen und im zweiten Satz konnte er ein 6:1 einfahren. Mental eine starke Leistung, da er sich sehr gut an die Widrigkeiten anpasste und genau das spielte, was für den Sieg nötig war.

Basti feierte seine Premiere für die 1.Herren und verwickelte sich gegen Marco Michael in ein sehr enges Match. Nach verlorenem ersten Satz (4:6), hatte er bei 5:2 in Satz 2 alle Möglichkeiten zum Ausgleich. Leider schlug der Gegner tatsächlich noch mit 7:5 zurück und Basti trottete bedient vom Platz und war mit der eigenen Leistung und seinen Grundschlägen nicht zufrieden. Aber wir munterten ihn draußen im Schatten schnell wieder auf.

Nun stand es 1:2 und wir standen auf einmal ziemlich unter Druck. Das wurde noch schlimmer, da Michel an Position 3 den ersten Satz mit 0:6 gegen Matthias Borch abgab und gar nicht ins Spiel kam. Ganz anders dann aber im zweiten Satz. Er fand mehr Sicherheit und Länge in seinen Schlägen und sicherte sich mit 6:2 den Ausgleich. Im CT folgte ein echter Krimi. 2:7 lag Michel schon zurück und die Siegquoten standen nicht gut. Aber extrem nervenstark und mit zwei entscheidenden Linienbällen drehte er das Match noch mit 11:9 und sicherte uns den extrem wichtigen Ausgleich zum 2:2.

Henni an Position 5 ging gegen Tobias Heinze als klarer Favorit ins Spiel und holte sich Satz 1 auch standesgemäß mit 6:1. Im zweiten Satz lullte der Gegner ihn dann aber immer mehr mit seinem unorthodoxen Spiel ein. Henni vollbrachte schließlich das Kunststück 11 Matchbälle liegen zu lassen, ehe er doch noch im 12. Anlauf das 7:5 schaffte. Ganz souverän machte es dagegen Häkchen an Position 6. Gegen seinen jungen Gegner Tim Lißner spielte er seine Erfahrung aus und siegte sicher mit 6:2, 6:0.

Das 4:2 war eine große Erleichterung, die dann noch stieg als wir erfuhren, dass unsere Gegner leider keine 3 Doppel stellen können. Damit stand der Sieg schon fest und wir erprobten nochmal andere Doppelpaarungen für die weitere Saison. Henni und Robert hatten dabei beim 6:3, 6:0 gar keine Probleme und auch Rö und Michel gewannen das Spitzendoppel gegen Borch/Michael verdient mit 6:3, 6:3. Nach kurzer Suche fand Steffen sogar noch seine Vorhand am Ende wieder.

Durch den zweiten deutlichen Sieg übernehmen wir nun vorübergehend die Tabellenführung und können gelassen in das schwere Spiel gegen Görlitz nächsten Samstag gehen. Auch die Görlitzer sind noch ungeschlagen und könnten evtl. mit dem ein oder anderen polnischen Topspieler bei uns aufschlagen. Wir freuen uns auf das nächste Heimspiel und basteln bis dahin akribisch an unserer Aufstellung, da es wieder die ein oder andere Umstellung geben wird.

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