Dinos stürmen an die Tabellenspitze - Klarer Erfolg gegen SV TuR
geschrieben von Marc-Oliver Janik

Am Samstag fanden sich die Aktiven-Dinos mit ihren Rollatoren (Altersdurchschnitt 42,3 Jahre diesmal) auf unserer Anlage zum ersten Heimspiel ein. Da Frank auf Sprach- und Bildungsreise in Niederbayern weilt und Jörg eine Freistellung zu einem Kurztrip in die Bundeshauptstadt erhielt, kamen André Haufe und Geheimwaffe Georg zum Saisondebüt. Besonders der Einsatz von André versprach beste Stimmung auf dem Gelände, da alleine sechs der acht im Vorverkauf abgesetzten Karten an seinen Fanclub gingen.

Da wir pünktlich um 14 Uhr die Plätze an die 1. Herren (also die jungen Hüpper) übergeben wollten, begannen wir mit der Ouvertüre auf 4 Plätzen.

Babydino Julius legte los wie die Feuerwehr und gewann den ersten Satz mit 6:1. Hin und wieder fiel ihm dann die Sortierung seiner langen Arme und Beine (wie lange wachsen Dinos eigentlich?) etwas schwer, so dass sein Spiel etwas fehleranfälliger wurde. Am Ende holte er aber den Punkt sicher in zwei Sätzen. André Werner setzte stylisch-farblich mal wieder die Maßstäbe. Leuchtend-orange blendete er allerdings nur optisch und schickte seinen Gegner mit der Höchststrafe und ohne Spielgewinn wieder vom Platz. Das Shirt blieb trocken und konnte auch im Doppel noch eingesetzt werden.

Im Spitzeneinzel wollte ich meine Mannschaftskameraden von meiner verbesserten Beinarbeit überzeugen und versuchte mich leichtfüßig tänzelnd im ersten Spiel zu bewegen. Leider ging dieses über 8-mal Einstand. Ich verlor es und benötigte den kompletten ersten Satz um mich schwer atmend von diesem ambitionierten Manöver zu erholen. Konsequenterweise reduzierte ich mich wieder auf meinen Kampfnamen "Turm von Radebeul", blieb so beweglich wie man es von einem Turm erwartet und dominierte fortan mit Aufschlag und Rückhand-Slice zum 6:2 6:1. Tennis kann so einfach sein wenn der Gegner mitspielt.....Dirk spielte nach seinem Aufschlag-Fiasko von letzter Woche wieder aus einer verstärkten Abwehr - sozusagen mit Fünferkette. Übernervös beschleunigte er den Ball nur selten über die 30 km/h, blieb diesmal jedoch weitgehend fehlerfrei und konnte seinen ersten Karriere-Einzelpunkt für die Dinos verbuchen. Dass er trotzdem zur (Mannschafts-)Kasse gebeten wurde, lag daran, dass er 5 Minuten zu spät zum Treffpunkt erschien. Harte Sitten in dieser Truppe - keine Frage.

André Haufe war bereits nach dem Schnürsenkelbinden mit rotem Kopf auf Betriebstemperatur, pushte sich ständig, ließ jedoch zu Beginn etwas viele Chancen liegen und verlor den ersten Satz 3:6. Da er auch danach nicht daran dachte sich zu bücken, blieben die Chancen wo sie waren, und auch der zweite Satz ging verloren. Am Kampfgeist und der wie immer lautstarken Unterstützung seiner frenetisch mitgehenden Fangemeinde (bezahlst du die eigentlich André ?) lag es jedoch nicht.

Das beste jedoch zum Schluss. Georg (ich hinke immer...), mit lädiertem Ellenbogen und Knie bestens für die Dino-Truppe qualifiziert, lieferte einen wahren Leckerbissen für die mittlerweile auf dem Centercourt versammelte Zuschauerschar - ein Fest für die Freunde des dominierenden Aufschlags. Im neunten Spiel gelang es Georg als erstem der beiden Kontrahenten, sein Aufschlagspiel zu gewinnen (wer zugesehen hat, weiß auch warum) und returnierte danach sicher zum 6:4 aus. Der zweite Satz ging mit 1:6 verloren und seine Mannschaftskameraden befürchteten, wohl wissend, wie es um Georgs Nervenkostüm in aller Regel bestellt ist, für den Match-Tie-Break das Schlimmste. Doch weit gefehlt. Georg spielte hier in aller Ruhe und weitgehend fehlerfrei, so dass er mit 10:7 den fünften Punkt für uns holte, der Sieg somit bereits nach den Einzeln perfekt war.

Georg
Georg erkämpft den Siegpunkt
 

In den Doppeln konnten wir ein wenig experimentieren und probierten neue Varianten aus. Nicht ohne Erfolg, denn alle drei Punkte konnten wir auch noch einfahren. Ulis Szegediner-Gulasch hatten wir uns danach verdient.

Nach zwei deutlichen Siegen thronen wir vorerst an der Tabellenspitze und müssen aufpassen, das Saisonziel Klassenerhalt nicht nach oben zu verfehlen. In der Hoffnung, dass die Leistungen bei nachlassendem Erfolgsdruck auch wieder zurückgehen und sich die noch arg leere Mannschaftskasse durch den ein oder anderen Misserfolg ein bisschen besser füllt, gehen wir übernächste Woche gegen die Sportfreunde von Rotation, den aktuellen Tabellenzweiten, ins Rennen. Erik Paul wird dabei sein Dino-Debüt feiern.

letzte Aktualisierung am 15.05.2017

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