Saisonstart der 2. Herren - Die Dinos sind zurück
geschrieben von Marc-Oliver Janik

Die Dinos sind zurück. Nachdem Sebnitz, unser erster angedachter Gegner, gekniffen hatte und das Spiel ans Saisonende verlegen ließ, hatte die Vertretung aus Kreischa die Ehre, die nach dem Winterschlaf tennishungrigen Dinos als Erste zu begrüßen. Trotz unseres Baby-Dinos Julius konnten wir für ein Aktiven-Team immer noch beachtliche 42 Jahre im Durchschnitt aufweisen und unserem Kampfnamen damit alle Ehre erweisen.

In Kreischa erwartete uns eine lauschige Anlage mit pitoreskem Clubhaus-Interieur aus Vorwendezeiten mit dem auf dem heute begehrten Retro-Markt stattliche Summen zu erzielen wären. Unkonventionell starteten wir mit den Positionen 1, 3 und 5. Mich erwartete mit Gegner Udo eine beeindruckende Mischung aus Bud Spencer und Barbara Streisand. Zur Klarstellung: Sein Lächeln hatte er von Barbara :-) Mit seinen stattlichen 60 Jahren und diesem Body hätte er auch prima in unsere Truppe gepasst. Nach knapp 40 Minuten war das Spiel dann aber auch schon vorbei und er gratulierte mir zum Sieg. Somit hatte ich noch reichlich Zeit, meine beiden Mitstreiter Julius und Dirk unter die kritische Lupe zu nehmen, die sich beide noch im ersten Satz befanden. Julius hat seine im ersten Jahr noch zurückhaltende Art auf dem Platz abgelegt und agierte äußerst selbstbewusst. Beeindruckend sind zudem seine mit unglaublicher Präzision auf die Linien platzierten Rahmenbälle. Meine Anregung, aus reinen Kostengründen zukünftig auf eine offensichtlich überflüssige Besaitung des Schlägers zu verzichten, will er in Betracht ziehen. Teilweise Kurioses spielte sich im Match von Dirk ab. Nach glatter 4:1 Führung streute er eine Reihe taktischer Doppel- und Rückhandfehler ein, die ihn auf einmal ins Hintertreffen gerieten ließen. Er rettete sich noch in den Tie-Break, doch selbst sein bei Kennern der Materie berüchtigter Aufschlag-Stopp, wenige Zentimeter hinter die Netzkante, wollte ihm nicht gelingen, so dass der Tie-Break verloren ging. Von der Seite drohte ich ihm mit Strafenkatalog und Spielbericht. Dirk legte daraufhin ein sauberes 6:1 auf die Platte. Ein 2:0 im Match-Tie-Break gab ihm keine Sicherheit und er gab 10 Punkte in Folge ab. Damit hat er sich zweifellos für weitere Einsätze in unserer Truppe qualifiziert.

Frank hatte vorwiegend mit den weißen, irritierend umherfliegenden, Baumpollen zu tun. Nach seiner Interpretation, das sei Flug-Koks, riet ich ihm, nicht mehr ausschließlich durch die Nase zu atmen. Danach siegte er relativ locker in zwei Sätzen. André Werner hatte eine einfache, aber sehr erfolgreiche Taktik. Er ließ für sich punkten. Zwei, drei Bälle ins Feld des Gegners reichten aus, um bei diesem Angst aufkommen zu lassen, André könnte in einen Spielrausch verfallen. Deshalb machte er lieber schnell einen entschlossenen Fehler. André nahm das dankbar an und gab nur drei Spiele ab. Nach unseren Erfahrungen vom letztjährigen Saisonauftakt ergriffen wir für Jörgs Spiel sämtliche erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen. Zeitig vor Spielbeginn wurde seine Wade massiert und gedehnt. Wärmesalbe, Bandagen und Rettungswagen standen bereit, ein Bett in der Klinik vor Ort reserviert - aber es wurde nicht benötigt. Jörg versprach mir, den ein oder anderen Stoppball wegzulassen und hielt sich daran. Die Wade hielt also! Nach verlorenem Tie-Break schenkte er seinem 33 Jahre jüngeren Gegner ein 6:0 ein und konnte das Generationenduell sicher im Match-Tie-Break für sich entscheiden. Es stand also 5:1 und alle bedankten sich artig bei Dirk, dass wenigstens er ein wenig zum Füllen der Mannschaftskasse beitrug.

Im Doppel hat er sich an der Seite von Jörg allerdings rehabilitiert und sicher gewonnen. Ebenso locker siegte Julius mit mir. Das Spitzendoppel Frank und André bestach hingegen durch konsequente Fehlabstimmung (nimm du, ich hab ihn) und kam etwas überraschend nach einem 6:7 6:7 vom Platz.

Unterm Strich stand ein verdientes 7:2, welches noch von einem tollen Grillbuffet unserer sympathischen Gastgeber getoppt wurde.

letzte Aktualisierung am 08.05.2017

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