1. Herren: 1:8 gegen den CTC
geschrieben von Alexander Lelanz

Das mit Spannung erwartete Spiel gegen den Chemnitzer TC Küchwald und deren Nr. 1 und Wimbledonsieger Leos Friedl hat deutlich mehr Zuschauer zu uns auf die Anlage gelockt, als wir gehofft hatten. Dank an alle Tennisfreunde und Unterstützer unseres Teams. Für uns war nicht nur die Anwesenheit eines Wimbledonsiegers, sondern vor allem auch die zahlreichen Freunde auf der Anlage eine hohe Motivation, sehenswertes Tennis und Kampfgeist auf den Platz zu bringen.

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Tom Prescher - Tennisfachmann voller Vorfreude auf die Spiele
 

 

Der CTC trat gegen uns nahezu in Bestbesetzung an und wurde seiner Favoritenrolle auch deutlich gerecht.

An Position 2 spielte Sven gegen T. Musil, derzeit Nr. 37 in Tschechien und machte seine Sache mehr als ordentlich. Die Zuschauer konnten über die Gegenwehr und die sehr sehenswerten Ballwechsel durch unsere Nr. 2 an diesem Tag nur staunen. Am Ende holte er sich drei Spielgewinne und schlug sich achtbar mit 1:6 und 2:6.

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Einsatz und Eleganz beim Schlagen - Sven Heise
 

Unsere Nr. 4 Fanda spielte einmal mehr wie ein Schweizer Uhrwerk und ließ sich nie aus der Ruhe bringen. 6:0 und 6:1 lautete das klare Ergebnis.

Sein erstes Spiel für unsere Mannschaft in der Oberliga bestritt Karsten an Nr. 6 gegen M. Bich. Der großgewachsene Nachwuchsspieler des CTC überzeugte durch gute Aufschläge und harte Grundlinienschläge. Obwohl Karsten ohne Matchpraxis antrat, erarbeitete er sich zahlreiche Chancen, um Spiele zu gewinnen. Meist scheiterte er durch kleine Unsicherheiten, die ihm letztlich ein knapperes Spiel unmöglich machten. Dennoch ein solider Auftakt - 3:6, 2:6 am Ende.

Jetzt kam es zum Match des Tages: Tommy unser Sandplatzkönig gegen Leos Friedl, Wimbledonsieger im Mixed. Diesmal war es für die Zuschauer interessant zu beobachten, wie ruhig und abgeklärt ein ehemaliger Weltklassedoppelspieler auch im Einzel das Spiel aufziehen kann. Tommy suchte sein Glück erneut in der Defensive und tat alles um den Ball im Spiel zu halten. Das gelang ihm auch teilweise, aber letztlich gab es fast nichts zu holen bis auf ein Spiel: 0:6, 1:6. In Erinnerung werden die sagenhaften Stopps seines Gegners bleiben und die Abgeklärtheit und Fähigkeit fast nie gestresst einen Ball schlagen zu müssen. Auch Tommy gelangen tolle Punkte und es war sicher eine einmalige Erfahrung gegen ihn auf dem Platz zu stehen.

Unserer Nr. 5 Enzo gelang es in einem packenden 1. Satz gegen M. Mirtschev durch unheimlich gute Laufarbeit und sichere Schläge, 5:4 in Führung zu gehen. Leider ging der Satz dennoch knapp mit 5:7 verloren. Unterhaltsam blieb das Spiel auch im zweiten Satz, der dann etwas deutlich mit 2:6 ausging. Enzo hat bewiesen, dass er sich in Form gespielt hat und in der Oberliga mitspielen kann. Jetzt fehlt nur noch der erste Einzelsieg, der noch in dieser Saison möglich sein wird.

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Emotionen und Energie - Enzo Mosca
 

Ich spielte zu guter Letzt gegen C. Kleinpeter und leistete mir von Beginn an den Luxus, jede Möglichkeit zum Spielgewinn auszulassen. Ein 1:6 und große Unzufriedenheit mit der eigenen Chancenverwertung waren die logische Folge. Im zweiten gelang es mir dann, die entscheidenden Punkte zu machen und nach einem Passierball, der das linke Handgelenk meines Gegners traf, war die Gegenwehr für Satz Nr. 2 erstmal unterbrochen. Das gab sich gegen Ende des Satzes wieder. Dennoch gewann ich 6:1. Im Matchtiebreak fehlte mir etwas die Geduld, ohne Fehler in lange Ballwechsel zu gehen. Ein früher und nach einigen leichten Fehlern großer Rückstand war die Folge. Diesen aufzuholen gelang nicht mehr, so dass ich mit 5-10 unterlag. Es hat mir dennoch große Freude gemacht zu spielen und die Unterstützung der Radebeuler im Rücken zu haben.

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Balance beim Vorhandtopspin? Alexander Lelanz

Die Doppel waren jetzt nach 1:5 nur noch Zugabe, d.h. wir wollten dennoch mindestens einen Punkt holen.

Sven und Enzo wunderten sich nur kurz über die Qualität der Volleys auf der anderen Seite (Friedl/Musil), denn das 0:6 und 0:6 dauerte nicht lang.

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Kein Punkt im Doppel und dennoch Freude - Enzo und Sven
 

Karsten und Tom verloren auch klar gg. Kleinpeter/Mirtschev und hatten dennoch Freude an ihrem Spiel, was am eher lockeren Wettkampfcharakter lag.

Weniger Spaß hatte ich mit Fanda, als wir im Matchtiebreak einen möglichen Punkt mit 8:10 verhinderten. Man muss wirklich verhinderten schreiben, da wir uns alles andere als klug anstellten, besonders gegen Ende des Matches. Eigene Fehler und waghalsige Manöver am Netz kosteten uns den Sieg. 

Mit 1:8 konnte man durchaus auch vor dem Spiel schon rechnen und es ist gegen so einen starken Gegner auch zu verkraften.

Es bleibt die Erinnerung an einen tollen Tag für unsere Mannschaft, die selten soviel Interesse am Oberligatennis erlebt hat. Da wir nicht zu jedem Heimspiel einen Wimbledonsieger ankündigen können, wünschen wir uns auch für unser letztes Heimspiel (20. Juni 14 Uhr) gegen Dresden Mitte Unterstützung durch alle tennisbegeisterten Radebeuler.

Ein großer Dank gilt Linda im Duett mit Sven (Organisation), die uns und alle Gäste sehr freundlich und lecker bewirtet haben, so dass wir den Tag bis zum abschließenden Grillen und Lagerfeuer wirklich genießen konnten. Auch danken möchte ich Alexander Fiebig, der zur Dokumentation dieses besonderen Tages beigetragen hat. 

Morgen geht es in Blasewitz bereits weiter, wo wir erneut auf starke Spieler treffen werden. Diesmal sind auch M.Franek und C. Haupt dabei, die in diesem Jahr auf Einsätze in der 2. Tennispointbundesliga hoffen können.

 

 

 

 

 

letzte Aktualisierung am 20.05.2015

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