Empfang
Die Dinos beißen wieder - klarer Sieg gegen Mitte
geschrieben von Marc-Oliver Janik

Nach der desaströsen Vorstellung gegen Rotation waren harte Konsequenzen und ein radikaler Mannschaftsumbau natürlich unumgänglich. Der Cäpt'n sandte unter der Woche den Ruf nach einem Trainingslager aus - dem natürlich niemand folgte. Blieben letztlich nur die Traingseindrücke unter der Woche, der am Ende vier Spieler zum Opfer fielen. Frank, Christian, Georg und Erik bekamen ihre hochverdiente Denkpause und einen straffen Trainingsplan verordnet.

Dafür liefen wieder André Haufe, Julius und Jörg auf. Als besonderes Bonbon überraschten wir Mitte auf Position 3: Unter der Woche konnten wir Familiennachwuchs begrüßen und aus einem Dino-Ei schlüpfte André Werner jun. - zarte 12 Jahre alt, ca. 1,50 "groß" und gefühlte 40 kg schwer (Im Durchschnitt mit dem Cäpt'n hätten beide aber dennoch Übergewicht). Das drückte unseren Altersschnitt in Verbindung mit Julius jedoch auf skandalöse 36 Jahre - Dinos gut getarnt.

Los ging es auf den Hauptplätzen Philippe Chatrier und Suzanne Lenglen mit Marc und André sen., während auf den engen Nebenplätzen André Haufe und Jörg den Sand umgruben. Sorgenvoll war ich von meinem Spiel durchaus abgelenkt und hörte von André Haufes Platz - NICHTS. Seine Fangemeinde verstummt, keine giftige Selbstanfeuerung, nur Stille. Schlimmes war zu befürchten, bis er nach einer knappen Stunde den Platz mit einem Siegerlächeln abzog. "Hab's heute mal etwas ruhischer versucht" war sein einziger Kommentar - Respekt, glatter Sieg.

André sen. musste bei der Revanche für die Niederlage im vergangenen Jahr gegen Balfanz feststellen, dass sich an der technischen Überlegenheit seines Gegners seitdem nicht viel geändert hat. Wäre ja eigentlich auch nur möglich gewesen, wenn dessen Technik sich deutlich verschlechtert hätte. Trotzdem hielt Andrés Kämpferherz ihn lange im Spiel, versagte im entscheidenden Moment aber leider doch, so dass dieser Punkt an Mitte ging.

Für Jörg waren natürlich wieder sämtliche medizinischen Notfallmaßnahmen vorbereitet. Doch bereits zum zweiten Mal in dieser Saison hielten alle Muskelfasern (im Gegensatz zu seiner "Frisur") und er dominierte seinen keineswegs untalentiert aufspielenden Kontrahenten Leif nach Belieben. Ein glatter Zweisatzsieg war der verdiente Lohn dafür.

Ich selber hatte zur Abwechslung mal ein schönes und anspruchsvolles Spiel gegen Glahsl, welches ich nach einigem Kampf im zweiten Satz 6:1 6:4 gewinnen konnte. Dass es überhaupt dazu kam war Julius zu verdanken. Hätte er mich nicht zum Einschlagen um 8.15 Uhr auf die Anlage zitiert, hätte ich um 8.17 Uhr nicht gemerkt, dass meine Tennisschuhe noch da lagen, wo ich sie tags zuvor zum Ärger meiner Frau im Haus abgeworfen hatte. Zwar schaffte ich es noch rechtzeitig zum Eintragen des Spielberichts zurück, doch unser Strafenkatalog schlägt hier  mit 5 € für unvollständige Ausrüstung mit voller Härte zu.

Julius blieb also kalt, konnte aber dennoch einen sicheren Sieg einfahren. Bemerkenswert ist immer wieder seine Reichweite, die es ihm ermöglicht, nahezu jeden Ball seines Gegners noch abzufangen. Und er nutzt diese Fähigkeiten leider konstant auch für die Bälle, die 1m ins Aus, an die Plane, oder bis Radebeul-West geflogen wären. Hier gibt es noch Gesprächsbedarf. "Nicht schön, aber selten" war sein Kommentar zum Spiel.

Als Höhepunkt lief unser neues Küken auf. Passend zur Dino-Truppe besticht er bereits in jungen Jahren mit Bandagen an Handgelenk und Ellenbogen. Wo soll das nur hinführen? Höhepunkt seiner Verletzungsanfälligkeit war ein Seitenwechsel, Spielstand 3;0. Beim euphorischen Drehen der Anzeigetafel zog er sich eine kräftigen Schnitt an der Hand zu. Papa André angelte das Panzertape routiniert aus dem immer mitgeführten Arztkofferset (für André jun. nach leidvollen Erfahrungen unumgänglich), fixierte den Schläger an der Hand und beorderte die besorgte Mama Elena zur Spielstandsanzeige damit ihr Sohn das Spiel vielleicht doch noch überlebt. Das tat er und siegt bei seiner Premiere 6:0 6:1 - HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH.

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Ein standesgemäßes 5:1 stand nach den Einzeln und die André Werners ließen es sich nicht nehmen, das Training für das Eltern-Kind-Turnier umgehend aufzunehmen. Das Spitzendoppel verloren sie nur denkbar knapp im Match-Tiebreak. Marc und Julius siegten ebenso deutlich wie unser Legendendoppel André Haufe und Jörg, die ihren jugendlichen Kontrahenten routiniert die Bälle um die Ohren schnitzten. Ein starkes 7:2 fand an Ulis Grillbuffet seinen verdient geselligen Ausklang.

letzte Aktualisierung am 11.06.2017

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